Aften – Symptome und Krankheitsbild

Keiner von uns ist resistent gegen Aften. Im Laufe des Lebens kann es jeden treffen, egal ob jung oder alt. In Deutschland sind ca. 2-10 Prozent der Bevölkerung im Laufe ihres Lebens von Aften betroffen. Am häufigsten trifft es Erwachsene, wobei Frauen häufiger zur Aften-Bildung neigen als Männer. Seltener treten Aften bei Kindern und alten Menschen auf. Sie können sich aber in jedem Lebensalter bilden und deshalb sollte man die Symptome und das Krankheitsbild dieser Entzündung der Mundschleimhaut kennen.

Symptome von Aften

Aften bilden sich plötzlich und ohne große Anzeichen. Die betroffenen Patienten klagen meist zuerst über äußerst starke Schmerzen. Diese können unterschiedlich stark wahrgenommen werden. Außerdem kann auch ein Jucken und Brennen an der betroffenen Stelle einsetzen.

Besonders schmerzhaft sind Aften beim Essen oder Schlucken, aber auch das Sprechen fällt einigen Patienten schwer. Die Schmerzen beim Essen können sogar soweit gehen, dass einige Patienten in der Zeit in der sie eine Afte haben, deutlich weniger Essen. Patienten die unter häufigen Aften leiden, nehmen deshalb auch in dieser Zeit, deutlich an Gewicht ab. Aber auch das Schlucken von Wasser oder Speichel wird zur Qual, da jeder Reiz und jede Bewegung an die Afte im Mund erinnert.

Wie stark die Schmerzen ausfallen, hängt nicht von der Größe der Aften ab, sondern von der betroffenen Stelle im Mund. Besonders stark sind die Schmerzen, wenn die Zunge betroffen ist. Weniger stark fallen die Schmerzen aus, wenn Stellen betroffen sind, die mechanisch weniger beansprucht werden, wie zum Beispiel das zentrale Wangengewebe. Doch egal an welcher Stelle im Mund sich eine Afte gebildet hat, die Schmerzen sind nicht kontinuierlich vorhanden, sondern treten spontan auf und meistens klingen sie nach 2-5 Tagen ab. Bereits nach 4-14 Tagen sind die Aften sogar komplett verschwunden und wenn es sich um Minor-Aften handelt, bleiben sogar keine Narben zurück.

Übersicht: Krankheitsverlauf bei Minor-Aften

 Phase Dauer Symptome
Prodromalstadium 24 h Kribbeln, Spannungsgefühl
Präulzeröse Phase 18 – 72 h zunehmender Schmerz
Ulzerative Phase 1 – 16 Tage abnehmender Schmerz
Abheilungsphase 4 Tage – 1 Monat schmerzfrei

Das Krankheitsbild einer Afte

Eine Afte am Zahnfleisch
Eine Afte am Zahnfleisch

Aften sind Schleimhautdefekte und äußern sich durch rundliche oder ovale Bläschen im Mund, die meist eine größe von 1cm nicht überschreiten. Diese Bläschen sind von einem rötlichem Randsaum umgeben und platzen nach den ersten Tagen auf. Dies kann sehr schmerzhaft sein, da das durch die Bläschen eingeschlossene und entzündliche Infiltrat direkt auf die Mundschleimhaut trifft. Nachdem die Afte aufgeplatzt ist, entsteht ein festhaftender Febrinbelag, der immer noch von einem rötlichem Rand umgeben wird und milchig aussieht.Eine Afte heilt meist nach zwei Wochen komplett ab. Je nach schwere der Verlaufsform, kann dies aber auch 4 Wochen oder sogar noch längern dauern. Die einzelnen Verlaufsformen finden Sie im Artikel Was ist eine Aphte? auf der Startseite.Von der schwere der Verlaufsform und der Aftengröße, lassen sich keine Rückschlüsse auf die schwere des Krankheitsbildes ziehen. Dieses hängt eher von

  • den Schmerzen die die Aften entwickeln,
  • der Häufigkeit in der sie auftreten und
  • der Dauer bis sie verheilen.

Zum Krankheitsbild kann auch eine Vergrößerung der Lymphknoten gehören. Dies tritt aber selten auf und gehört nicht zum typischen Krankheitsbild einer Afte, sondern weist eher auf eine Superinfektion bei großen Aften hin. Treten im Krankheitsverlauf allgemeine Symptome wie zum Beispiel Gelenkschmerzen auf, kann dies für die Entwicklung eines Morbus Behçet sprechen. Allgemeine Symptome sind nämlich nicht typisch.